RC Luzern v RC Biel Bienne

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Details

Date Time League Season
Saturday, May 5, 2018 15:00 National League C 2017/18

Match report

RCL v Biel

Mit einem nicht ganz vollständigen Team und einem guten Mix aus erfahrenen und neuen Spielern stellt sich der RCL bei schönem Wetter (Luzerner Standard: bewölkt aber warm) dem Rugby Club Biel. Das Team auf Rang 5 der Liga hat den Zentralschweizern einen starken Kampf in der Hinrunde geliefert, der von den Luzernern nur knapp mit einem 17:10 Sieg gewonnen werden konnte. Biel ist eines der Teams, dessen Stärke definitiv nicht im Tabellenrang oder der Statistik zu sehen ist.

Zwischen dem dritten Tabellenrang der Luzerner und dem vierten Rang ist eine grosse Punktelücke, sodass der RCL sowiso beim Spiel um den Aufstieg mit dabei ist. Das Spiel ist dennoch wichtig, weil es um eine Vorbereitung der Finalspiele geht. Für Biel geht es um den vierten Platz der Liga und damit um den Aufstieg. Es ist also mit starken Gästen zu rechnen.

Das Spiel startet pünktlich um 15:00 mit einer Zuschauerzahl von 34 Personen. Der Kickoff der zweisprachigen Gäste wurde bereits hart von beiden Forwards Team umkämpft. Ein Fehlerhaftes Spiel führte zu einem schnellen Turnover durch Biel, dass sich bereits in der ersten Spielminute vor die heimische Malllinie kämpfen kann. Durch viele Fehler beider Teams gibt es gleich mehrere Turnovers in der Luzerner Platzhälfte. In den Scrums und Malls zeichnet sich immer mehr eine Dominanz durch das Heimteam aus. Durchbrüche beider Teams kommen aus stabilem Forwards-Spiel und scheitern an der Durchführung der Backs. In der fünfzehnten Spielminute musste die Nummer 8 der Bieler das Spielfeld wegen einer Fussverletzung verlassen und David Reber kassierte einen harten Tackle, welchen man auf der Zuschauertribüne in 40 Meter Entfernung noch hören konnte. Kurz darauf konnte die Bieler Nummer 10 einen Try legen. Nach mehreren unsauber verteidigten Rucks gelang ihm ein Durchbruch mitten durch die Verteidigungslinie. Spielstand: 0:5. Das Heimteam antwortet mit viel Energie und kann nach einer starken Teamleistung knapp vor der Malllinie einen Penalty-Kick direkt vor den Posts herausholen. Spielstand: 3:5.
Die Spielweise beider Teams ist sich sehr ähnlich: starkes Forward-Spiel, schnelle Spielzüge der Backs und immer mehr Kicken. Durch zu hohe Tackles der Luzerner und einigen fragwürdigen defensiven Entscheidungen der Back-Three gerieten die Luzerner unter grossen Druck. Biel nutzte seine Chance und erhöhte in der 30. Minute auf 3:10.
Biel setzt den Druck auf die Luzerner Malllinie direkt nach dem Kickoff fort. Nur dank einem Turnover durch Nummer 9 Fernando konnte ein zweiter anschliessender Try verhindert werden. Captain Yannic Graber musste das Spielfeld verlassen, nachdem er beim Verteidigen des energischen Bieler Angriffsspiels verletzte, konnte aber einige Minuten später leicht angeschlagen wieder zurück aufs Feld. Einige Minuten später gelang Marco Petermann ein Durchbruch der Linie und konnte erst fünf Meter vor der Malllinie gestoppt werden. Die Chance auf Punkte vergab das Heimteam im eigenen Chaos. Trotz Dominanz der Luzerner in den Scrums gelingt es den Westschweizern ihren Ball aus dem Scrum zu bekommen und zu verwerten. In den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit findet das Spiel ausschliesslich auf der Hälfte der Gäste statt. Nur durch eine Gelbe Karte (Offside) konnten die Gästen den Try verhindern. Wegen zu vieler Knock-Ons gelang der Try vor der Halbzeit nicht. Spielstand vor Halbzeit: 3:10 für ein starkes Team aus Biel.

Zum Start der zweiten Halbzeit war klar, dass die Luzerner mehr Druck auf Biel machen müssen. Remo Hiltibrunner setzte diesen Plan mit einem Tackle auf den Ballempfänger beim Kickoff gleich in Tat um. Ein geklautes Lineout und schnelle kurze Pässe setzte gleich nach. Biel hält dem Druck stand, durch starke Kicks ihrer Nummer 10 gelingen ihnen immer wieder einzelne Vorstösse in die Hälfte des heimischen Teams.
Der Rugby Club Luzern war im ersten Quartal der zweiten Halbzeit klar die stärkere Mannschaft. Biel versucht das Spiel immer wieder zu verlangsamen, indem sie viele Personen in Rucks schicken. Dies gelingt ihnen zwar, führt jedoch zu keinem grossen Raumgewinn. Nach einem glücklichen Bounce des Eis für die Westschweizer gelingt es ihnen sich vor der Mallinie der Luzerner festzusetzen. Wieder einmal gelang Fernando der wichtige Turnover und ein Verhindern von mehr Punkten der Gäste. Durch perfekt getimtes Counter-Rucking können die Bieler das Spiel umkehren und machen weiterhin Druck auf eine mässig organisierte Verteidigungslinie. Ein gut platzierter Kick von Dominik Amrein verhalf dem Luzerner Angriff zu neuer Stärke. Das Team scheiterte jedoch am Spielemacher (Nr. 13) der Bieler. Im folgenden Chaos musste Daniel Furrer wegen eines High-Tackles mit einer weissen Karte das Spielfeld für 10 Minuten verlassen. Der Spielemacher der Gäste nutzte eine zwei-gegen-zwei Situation mit einem Try und erhöhte damit auf 3:15.
Das Heimteam antwortet mit schnellem Spiel und greift energisch an. Wegen vieler Fehler gelingt es jedoch nicht einen effektiven Angriff zu organisieren. Der Sieg des Heimteams rückt immer weiter weg. Es sind noch rund fünf Minuten zu spielen und 12 Punkte aufzuholen. Auf überlegene Scrums antworten die Gäste mit überlegenen Tackles. Mit langen Kicks auf die Seitenlinie gelingt ein steter Raumgewinn. Ein Linienbruch von Marcel Birrer wurde einen Meter vor der Malllinie gestoppt. Die Unterstützungsspieler konnten den Ball leider nicht zu Punkten verwerten. Der Angriff bleibt jedoch aufrechterhalten und wird kurz vor Ende von Daniel Furrer in der rechten Ecke mit fünf Punkten verwertet. Spielstand 8:15. Ein verwerteter Try würde das Spiel mit einem Unentschieden ausgehen lassen. Der Kickoff wurde von den Luzernern gewonnen, der Ballbesitzt mit einem langen Kick jedoch zurück an Biel gegeben. Remo Hiltibrunner gelingt ein Turnover – dem heimischen Angriff gelingt jedoch kein Punkt. Nach einem Kick hinter das Malllfeld der Bieler endet das Spiel mit einem Sieg für die Gäste aus Biel.

Das Spiel startete ausgeglichen und beide Team versuchten die selben Taktiken anzuwenden. Ein gutes Verteidigen und Kicken der Gäste führte dazu, dass die Luzerner keinen guten Angriff aufbauen konnten. In der zweiten Halbzeit spielten, gerade zu Beginn, die Luzerner besser, scheiterten jedoch am eigens verursachten Chaos mehrmals kurz vor dem Punkten. Die Bieler nutzten ihre wenigen Chancen in der zweiten Halbzeit und blieben dank ihres Spielemachers im Spiel.

Aufstellung RCL
Forwards: 1 Kai Wasternack, 2 Thomas Gisler, 3 Marco Felder, 4 Martin Nienhuis, 5 Roman Wespi, 6 Yanick Bachmann, 7 Yannic ‘Junior’ Graber, 8 Christian ‘Wurst’ Schmid

Backs: 9 Fernando Arenas Virgos, 10 Dominik Amrein, 11 Lukas Merz, 12 David Reber, 13 Stefan Kurt, 15 Marco Petermann

Bank: 16 Remo Hiltibrunner, 17 Gian Kamlesh, 18 Matthias Tschinder, 19 Marcel Birrer, 20 David ‘Doppel’ Gut, 21 Lukas Scheuzger, 22 Dominik

Coach: Guido Farina

Bericht: Pascal Dellagiacoma

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